Bestürzung und Besorgnis über die Schließung der Geburtshilfe

Die angekündigte Schließung der Geburtshilfe und Frauenheilkunde an der Helios-Klinik ist für Butjadinger Familien besonders bitter. Bürgermeisterin Ina Korter bietet ihre Mitarbeit bei der Suche nach Lösungen an. Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Butjadingen, Karin Herrmann, und die Leiterin des Butjadinger Familien- und Kinderservicebüros sind erschrocken.

Bürgermeisterin Ina Korter und Familien- und Kinderservicebüroleiterin Sylke Wulff demonstrieren gegen die Schließung der Geburtshilfe in der Helios-Klinik Nordenham | © Horst Lohe, Nordwest-Zeitung

Die von Helios angekündigte Schließung des Fachbereichs Frauenheilkunde mit der  Geburtshilfe am Standort Nordenham - Esenshamm wird nach Ansicht von Bürgermeisterin Ina Korter die Butjadinger Patientinnen und Patienten und ihre Familien besonders hart treffen.

 

„Ich bin über diese Nachricht sehr besorgt. Bisher war mein Eindruck, dass besonders die Geburtshilfe und die Frauenheilkunde der Klinik einen guten Ruf genießen“, so Ina Korter. „Es muss alles versucht werden, um Lösungen zu finden, die auch für Patientinnen aus Butjadingen und ihre Familien eine akzeptable Erreichbarkeit ermöglichen.“

 

Korter verweist darauf, dass die Entfernungen zu den als Alternativen für die Geburtshilfe noch zur Verfügung stehenden Kliniken aus Butjadingen besonders groß sind.
So müsste nach Navigationsgerät vom nördlich in Butjadingen gelegenen Dorf  Langwarden bis nach Varel mit einer Entfernung von 36,2 Kilometern und einer Fahrtzeit von mindestens 34 Minuten über die Bäderstraße (über die B 437 mit 48,8 km und 47 Minuten) gerechnet werden,  bis zum Klinikum Reinkenheide mit 48,5  km  und mindestens 45 Minuten,  nach Oldenburg mit 70 km und mindestens 61 Minuten und bis nach Cuxhaven mit 86,6 km und mindestens 65 Minuten.

Zum Vergleich: Bisher sind von Langwarden bis zur Klinik in Esenshamm  24,5 km und  26 Minuten einzuplanen.

 

„Werdende Mütter und ihre Familien brauchen die Sicherheit, dass alles getan wird, um ihrem Nachwuchs einen guten Start ins Leben zu ermöglichen“, appelliert die Bürgermeisterin an die Verantwortlichen. „Ich bin gern bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten an Lösungen mitzuarbeiten.“

 

Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Butjadingen, Karin Herrmann, zeigt sich erschrocken von der geplanten Schließung. „Gerade unter dem Gesichtspunkt der Familienfreundlichkeit der Wesermarsch ist es ein fatales Signal, dass im Landkreis keine Geburten in Kliniken mehr stattfinden können“, so Karin Herrmann. Die Leiterin des Butjadinger Familien- und Kinderservicebüros, Sylke Wulff, ist ebenfalls besorgt.

 

Bild: Horst Lohe, Nordwest-Zeitung


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